Ein Wort.

Beim Stöbern nach eventuellen Netzalternativen für meine Freundin gefunden: Ein Wort.
Ein Wort
So sieht also ein Wort aus. Muss ja ein Wort sein, für einen kompletten Satz fehlen nämlich die Satzzeichen. Spa? beiseite, Wort kann ja auch als andere Bezeichnung für Versprechen benutzt werden. Auch dann wären es zwar drei, aber das ist ja nebensächlich. Schön fand ich auf jeden Fall den Claim, es gebe kein Kleingedrucktes.

Was sind denn dann die kleinen Buchstaben zur linken, die auf einige Einschränkungen der ?berschriften hinweisen?
Alles inklusive – blo? müssen Sie auch tatsächlich unsere Tarife in’s Handynetz nutzen, Vorwählen gildet nicht. Stimmt, die Buchstaben selbst (im Screenshot etwas kleiner als auf der Website) sind weder gedruckt noch sonderlich klein.

(Achtung, ab hier wird’s zwischendurch ein bisschen nerdig:)
Auch die auf gut Glück angeklickten AGBs für ISDN/DSL enthalten spa?iges Kleingedrucktes an Vertragsbedingungen, was ich euch auf keinen Fall vorenthalten möchte:

5.6.3 Der Kunde verpflichtet sich, insbesondere nachfolgende Handlungen zu unterlassen:
– unaufgefordertes Versenden von E-Mails an Dritte zu Werbezwecken (Junk-/Spam-Mails), missbräuchliches Posting von Nachrichten in Newsgroups zu Werbezwecken (Spamming, ExcessiveMulti Posting, Excessive Cross Posting) bzw. ungezielte oder unsachgemä?e Verbreitung von Daten auf sonstige Weise (z. B. Verbot der Blockade fremder Rechner);
– unbefugtes Eindringen in ein fremdes Rechnersystem (Hacking);
Durchsuchung eines Netzwerkes nach offenen Ports, also Zugängen zu Rechnersystemen (Port Scanning);
– die fehlerhafte Konfiguration von Serverdiensten (wie insbesondere Proxy-, News-, Mail- und Webserverdiensten), die zum unbeabsichtigten Replizieren von Daten führen (Dupes, Mail Relaying);
– das Fälschen von Mail- und Newsheadern sowie von IP-Adressen (IP-Spoofing);
– das Verwenden von gefälschten Webseiten (Phishing) und
– soweit möglich, das Verbreiten von Computerviren und -würmern.

(Quelle: Versatel DSL/ISDN AGB, Hervorhebungen von mir.)

Ungezielte oder unsachgemä?e Verbreitung von Daten:
OK. Ich bin mir sicher, dass L. User damit was anfangen kann. Aber man ist ja auf der sicheren Seite, solange man keine Blockaden fremder Rechner (???) verbietet und sich von ARP, DHCP und Samba fernhält. Hä?

Durchsuchung eines Netzwerkes nach offenen Ports:
Ich kann es auch nicht leiden, wenn Leute meinen, möglichst viele dieser ominösen Ports auf ihren Kisten schlie?en zu wollen und sich deshalb herausnehmen, einfach mal zu gucken, welche überhaupt offen sind. Wo soll denn das noch hinführen?

Fehlerhafte Konfiguration von Serverdiensten:
Wie ich finde, ein Goldstück unter den Bedingungen. Solange Oma Trude also Daten nur beabsichtigt repliziert, ist alles in Ordnung. Als ob Oma Trude jemals ihre httpd.conf falsch schreiben würde. Sie ist nämlich ein Ass. Per du mit Bits und Bytes.

Verwenden von gefälschten Webseiten:
Genau. Das Verwenden. Ob nun als Be- oder als Ausnutzer wird nicht näher beschrieben – ich tippe mal auf Ersteres, denn ich finde Phishingopfer widerlich.

0 Antworten auf “Ein Wort.”


  1. Keine Kommentare

hinterlass 'ne Antwort