Inflation in Zimbabwe

Als jemand der zwei mal jeweils einen Monat in Zimbabwe verbracht hat, verfolge ich natürlich das politische Geschehen im Land und sehe mit Grausen den Niedergang der zimbabwischen Wirtschaft.

Mugabe tut derzeit aber auch wirklich alles, um den Abwärtstrend zu beschleunigen und aus dem „Brotkorb Afrikas“ die Hyperinflationszentrale weltweit zu machen. Als er die wei?en Gro?grundbesitzer aus dem Land gejagt hat, hätte er daran denken sollen, dass er Personal braucht, was mit den Maschinen umgehen und das Land bestellen kann. Das hat er versäumt und dann kam im nächsten Jahr noch eine Dürre dazu. Die folgende Hungersnot war kaum mehr zu verhindern. Die Oppositionspartei MDC (Movement for democratic change) dachte sich, man könne in Südafrika Maismehl einkaufen, um der Bevölkerung zu helfen, doch die Wagons mit der Lieferung wurden vom Zoll mit fadenscheinigen Argumenten aufgehalten. Kann ja nicht angehen, dass die Opposition sich so Wählerstimmen erkauft. Nebenbei werden Mitglieder der MDC verprügelt, regimekritische Zeitungen sabotiert, die Wahlen manipuliert, kurz: Mugabe macht alles, was ein echter Diktator halt so macht.

Währenddessen ersteigt die Inflationsrate flei?ig neue Rekordmarken. Hier die Inflationsdaten (Wikipedia) seit Erlangung der Unabhängigkeit als Graphen. Einmal logarithmisch, damit man die Werte sieht und einmal linear, um die Verhältnisse darzustellen.

Zimbabwe Inflation logarithmischInflation Zimbabwe linear

„Holy shit!“ denk ich mir da…

1 Antwort auf “Inflation in Zimbabwe”


  1. 1 Velox 27. Jul 2007 um 16:27

    Das ist wirklich mal ne Hausnummer! Ich verstehe manchmal echt die Motivation einiger Menschen nicht. Was bringt es einem, ein Land so in den Abgrund zu stürzen? Sadismus? Vielleicht auch nur reine Hirnlosigkeit.

    Aber Hier mal was positiveres:
    Dies ist der 100ste veröffentlichte Eintrag auf blog.netzpfa.de!
    Cool. Den ersten Geburtstag im Februar vergessen wir sicher 😉

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