Das ist wirklich keine Pipe.
Nachdem mir das heute schon mal durch den Kopf ging.
Da ein Freund von mir derzeit in einem Land mit seltsamen Gesetzen ist und mit dem Internet, dass er hat, nicht zufrieden ist, habe ich mich entschieden eine Anleitung zu schreiben und diese dann gleich hier zu veröffentlichen. Vielleicht findet sich ja jemand in einer ähnlichen Situation.
Voraussetzungen:
SSH-Client
Unter Linux ist bei den meisten Distributionen schon ein SSH-Client installiert. Falls nicht, kann man ihn mit dem jeweiligen Paketmanager leicht nachinstallieren. Windowsnutzer können sich zum Beispiel PuTTY herunterladen. Am besten nimmt man die standalone .exe Datei, die man dann auf einem USB-Stick mit sich führen kann.
SSH-Server
Dies ist ein Server, den man bei einem Anbieter gemietet hat, oder den man per DynDNS erreichbar gemacht hat. Mit der Einrichtung des Servers wollen wir uns hier aber nicht beschäftigen.
Browser-Extension zum Proxy verwalten
Man kann einiges an verschiedenen Extensions nutzen oder direkt über die Browsereinstellungen gehen. In dieser Anleitung wird sich der Einfachheit halber auf die Firefox-Extension FoxyProxy konzentriert.
Einrichtung
SSH
Linux: In der Konsole folgenden Befehl tippen – man sollte allerdings Benutzernamen und Domain durch die ersetzen, die einem vom Serverbetreiber zu Verfügung gestellt wurden – mit dem Passwort bestätigen und die Konsole dann nicht schließen.
$ ssh -CD 8080 benutzername@servername.de
Windows: Da man es den klickenden Nutzern so am besten klar machen kann, folgt jetzt eine Screenshot Schlacht. Die Screenshots sind zwar unter Ubuntu aufgenommen, da die Oberfläche sich von der unter Windows nicht wirklich unterscheidet, mag der Leser mir verzeihen.



Nachdem man auf “open” geklickt hat, gibt man noch den Benutzernamen und das Passwort ein. Das darauf geöffnete PuTTY-Fenster muss man während der gesamten Surferei offen lassen, da sonst der Proxy-Server mit geschlossen wird.
Wenn man die Einstellungen häufiger benötigt, kann man sie auf der Seite im ersten Screenshot für spätere Verwendung speichern.
FoxyProxy
Auch hier ist der Focus wieder bei den Klickis und nicht bei den Tippis zu suchen, also mehr Screenshots




Danach kann man gemütlich über das FoxyProxy-Icon am unteren Browserrand zwischen dem normalen und dem getunnelten Internetzugang umschalten.
Bei Fragen einfach in die Kommentare schreiben.
Dieses:
ist ja um so vieles tiefer, härter, zärtlicher, besser, größer, passender… schöner als Jenes:
! =)
Wegen Geschäftsaufgabe geschlossen!

Bild via rebelart
Wegen schlechter Lage an allen Fronten hat die Führung der SPD in Bielefeld nun auch das einzig richtige getan und beschloßen die Segel zu streichen.
Wie an den Fenstern der Geschäftstelle zu lesen ist findet sogar ein
Großer Räumungsverkauf am
5. Oktober 2009 ab 10:00 Uhr
ALLES MUSS RAUS: Schreibtische, Computer, Parteibanner von 1863, Ideale, gebrauchte Parteibücher, Schröderdevotionalien, Dankesschreiben von Afghanistanheimkehrern (gerahmt, nur wenige), u.v.a.m.
mit Auktionator Dr. Guido Westerwelle
und seiner zauberhaften Assistentin Angie
statt. Wer Fotos von den Aufklebern hat bitte reinreichen!
Also: erscheint zahlreich und ergattert tolle Schnäpchen für die heimische Politikverdrossenheitsvitrine!
‘Großer Räumungsverkauf bei der bielefelder SPD’ weiterlesen
Da in der Anhaltenden Debatte über Internetzensur in Deutschland immer wieder die Rede von mutwilligen Umgehungsversuchen ist, dachte ich mir, dass mal ein Vergleich her muss, den auch die gute Zensursula (hier schlägt mir die Rechtschreibkorrektur übrigens Zensuraula vor. Was ist eine Zensuraula?) versteht:
Stelle mer uns mal janz Dumm und fragen uns: Was issen das Innernetz?
Im Internet werden Daten von A nach B transportiert. Man kann diese einfach abrufen, wenn man die gewünschte Zieladresse kennt. So in etwa, als würde man ein Paket von jemandem abholen, um es mit nach Hause zu nehmen und dort zu öffnen. Was macht man, wenn man zwar die Adresse, aber nicht den Weg kennt? In der Regel nimmt man sich eine Straßenkarte oder überlässt die Zielfindung dem Navigationsgerät. Da dem Internetnutzer meist nur die URL (z.B.: http://blog.netzpfa.de) einer Internetpräsenz bekannt ist und nicht die IP-Adresse (78.46.83.240) – welche im Fall des Internets quasi die Wegfindung übernimmt – muss diese Nachgeschlagen werden. Das wichtigste Nachschlagewerk im Internet ist nicht etwa Google, sondern das Domain Name System – DNS – das dezentral auf tausenden von Rechnern (von denen man dann mindestens eine IP kennen muss) im Netz läuft. Beim kauf eines Autos ist mittlerweile oft schon ein Navigationsgerät eingebaut und wenn man einen Internetanschluss beantragt, ist meistens ein DNS-Server des jeweiligen Anbieters voreingestellt.
Nun kann es sein, dass man mit dem mitgelieferten Kartenmaterial nicht so ganz zufrieden ist. Vielleicht ist es veraltet, nicht detailliert genug oder es fehlen einfach Adressen. Es würden wohl die Meisten auf die Idee kommen, sich neues Kartenmaterial oder ein neues Navi zu kaufen. Das Äquivalent im Netz ist der Wechsel auf einen anderen DNS-Server, welcher mit dem Austausch von vier bis zwölf Ziffern erledigt und auch von Jedermann durchführbar ist, der es schafft in seinem Router (die Kiste, die zwischen PC und Telefonleitung hängt) die Zugangsdaten einzutragen.
Bei vielen Internetanbietern hat es sich mittlerweile durchgesetzt, dass die voreingestellten DNS-Server bei unbekannten Adressen auf eine firmeneigene Suchseite zeigen und keine gescheite Meldung zurückgeben, die einen darauf hinweist, dass die gewünschte Seite nicht existiert. So in etwa, als würde ein Navi Suchende bei unbekannten Adressen zum Firmensitz des Herstellers führen. Macht mich – und viele andere auch – eine Umstellung des DNS-Servers strafbar, nur weil ich mit dem Dienst nicht zufrieden bin und lieber einen anderen – besseren – nutzen möchte?
Das Stoppschild setzt bei genau diesem DNS an: Man wird bei bestimmten Adressen einfach auf einen Irrweg geführt und kriegt ein falsches Ziel präsentiert. Am Vorhandensein der Adresse hat sich dadurch aber nichts geändert. Wenn man vollständiges Kartenmaterial hat, wird man trotzdem zum Ziel finden. Ganz so, wie ein Stoppschild im Straßenverkehr keine Häuser verschwinden lassen kann, in denen Verbrechen ausgeübt werden, wird kein Umbiegen im DNS auch nur eine Seite wirklich unzugänglich machen. Ganz zu schweigen davon, dass damit den so oft erwähnten und zu einem Politikum gewordenen Kindern noch in keiner Weise geholfen ist.
Ein Zwangstausch der Karten für jeden deutschen Internetnutzer wird von ganz allein dazu führen, dass sich Viele für andere Anbieter – die es wie Sand am Meer gibt – entscheiden und dadurch die Existenz der Stoppschilder nicht einmal bemerken werden. Wie kann man etwas umgehen, dass man nicht wahrnimmt, weil es für einen nicht existiert?
Daher: Löschen statt sperren. Aufklären statt verdecken.
An die technikaffinen Leser: Mir ist bewusst, dass der Vergleich mit Straßenkarten eher Routing aufgreifen sollte und nicht einfach die IP-Adresse, aber man will ja vereinfachen
Weil der IE sonst nie Fehlermeldungen liefert, die auch nur annähernd etwas mit dem Problem zu tun haben, hier ein kleiner Tipp:
Wenn Ihr den IE-Fehler “invalid character” bekommt, obwohl in normalen Browsern alles läuft, hat er vielleicht tatsächlich recht: Checkt euer Datei-Encoding.
Bei mir hat sich der IE gerade an einem “à”-Zeichen in ‘MooTools More’ gestört, bevor ich die Datei in UTF8 konvertiert habe.
Das war’s auch schon – schöne Feiertage!
[Edit: 'Benutzung' hier her kopiert]
Ich bin ein großer Freund von Easter-Eggs jeglicher Art.
Als ich also gestern in einer “Auf-Wikipedia-von-Seite-zu-Seite-klick”-Session auf irgendwelchen nicht mehr nachvollziehbaren Wegen zu alten Computerspielen und Cheat-Codes kam, wurde mir plötzlich bewusst, was das vorherrschende Problem des Internets ist: Es gibt viel zu wenige Nudepatches, äh Cheater, quatsch-ne-anders versteckte Fundstücke im Netz
Also schrieb ich schnell eine kleine MooTools-Klasse, mit der man auch mit wenig Javascript-Kenntnissen wundervolle Tastenabfolgen abfragen und seinem inneren Spielkind nachgehen kann. “Unnütz”, mögen viele an dieser Stelle sagen – worauf ich nur “Richtig, aber ich mag’s” entgegnen kann.
Demo: Usage+Download (englisch).
myCheats = new MooCheatCode({
autostart: false, //start automatically
maxCache: 20, //max size of cached keypresses
tickIntervalLength: 1000, //interval to match cache with codes
stopPropagation: true, //cancels Firefox' findasyoutype feature...
codes: {} //something like {
// 'code1': 'q, w, e, r, t, up, down',
// 'code2': 'a, s, d, f, g'
//}
});
‘useful’ methods (they all return the MooCheatCode instance):
.addCode(name, code): Adds Single Code
.addCodes({'name1': code1, 'name2': code2}): Adds Codes
.start(option): Starts.
.stop(option): Stops.
events:
.addEvents({
'match': function(ev){ //fired if any code is matched
//ev.name, ev.code
},
'match'+name: function(ev){ //fired if string 'name' is a match
//ev.name, ev.code
},
'addcode': function(ev){ //fired after addCode();
//ev.name, ev.code
},
'addcodes': function(ev){ //fired after addCode();
//ev is like {'name1': code1, 'name2': code2}
},
'start': function(ev){ //fired after start();
//ev = options for start()
},
'stop': function(ev){ //fired after stop();
//ev = options for stop();
}
});

Foto von jot.punkt via flickr (cc)
Vor einigen Monaten, bestrebt, unsere ständige Mission aus Chaos und Verwirrung fortzuführen, kamen meine Freundin und ich auf die Idee, auf Parties einfach mal vollkommen unsinnigen Krempel liegen zu lassen. Die Ideen reichten von “Clown-Ausstattung” (Nase, Hut und Brille) für die Extraportion Skurrilität an der Garderobe über Plastikimitate von Insekten für unsere entomophobischen Freunde bis hin zu… Plastiksoldaten.
Als die Zeit kam, den Plan in die Wirklichkeit umzusetzen, war die Karnevalszeit leider schon vorüber. Die in der Nähe zu erwerbenden Plastikinsekten erfüllten auch nur bedingt unsere hohen Qualitätsansprüche, weswegen wir uns für die günstigen Soldaten (Beschriftung: “Soldaten. 100 Stück.” – Wenn das mal kein Verkaufsargument ist) entschieden, die sorgfältig während einer feucht-fröhlichen Feier bei guten Freunden in Münster versteckt wurden. Hinter’m Bett.
Gestern war meine bessere Hälfte wieder in Münster, schaute kurz bei besagten Freunden vorbei und erblickte unsere Kunststoffspezialeinheit, stationiert auf einem Tischlein im Flur. Als Reaktion auf ihr “Oh, habt ihr unsere Soldaten gefunden?” konnten die Beiden erst nur Augen und Münder aufreißen und fragten sich, warum wir als ungefähr die einzigen Menschen im Bekanntenkreis nicht verdächtigt und befragt wurden – da muss unsere seriöse Ausstrahlung schuld gewesen sein. Irgendwann wurde die Theorie aufgestellt, irgendwer habe im (fremden!) Bett mit Soldaten gespielt, ihm sei es aber nun sicherlich zu peinlich, das zuzugeben. Deshalb wurden unsere furchtlosen Pioniere sichtbar auf den kleinen Tisch positioniert, damit der vermeintlich schüchterne Fetischist sie ohne Probleme genauso heimlich wieder mitnehmen kann.
Sehr zuvorkommend, muss ich sagen.
Wer heute noch nichts von WolframAlpha gehört hat, war höchstwahrscheinlich die letzten Tage nicht im Netz oder interessiert sich einfach nicht für Zahlen. Denn was Wolfram da raus gehauen hat ist der schiere Wahnsinn. Matheaufgaben werden für die heutigen Schüler keine Hürde mehr darstellen, egal wie komplex, weil Alpha ein vollwertiger Gehirnersatz ist. Ich habe mein Gehirn ja schon lange bei Google ausgelagert, bei spezifischen Fragen werde ich jetzt aber auch Alpha zu seiner Meinung fragen.
Aber was ist es denn nu? Man hat eine simple Eingabemaske die auf so ziemlich jede wissenschaftliche Frage auch eine Lösung parat hat.
Ein paar Beispiele helfen vielleicht beim Verständnis:
weather berlin birthday bertolt brecht
integrate sin x dx from x=0 to pi
Am besten einfach mal durch die Examples klicken. Da kriegt man genug Ideen, was man so machen kann.
Humor haben die Programmierer übrigens auch noch. Zumindest musste ich schmunzeln, als ich folgende Seite sah:
Ein großartiges abgewandeltes Zitat von Martin Niemöller gibt es im Forum der Petition gegen Internetzensur:
Als die Regierung die Speicherung von Verbindungsdaten einführte, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Terrorist.
Als sie die Filter gegen Kinderpornos einführten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Pädophiler.
Als sie die allgemeine Gen Datenbank einführten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Krimineller.
Als sie die Verschlüsselung verboten, habe ich geschwiegen, ich hatte ja nichts zu verbergen.
Als mir das Mitspracherecht entzogen wurde, gab es keinen mehr, der sich dazu äußern konnte.
(via)
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